Richtfest am neuen Gudensberger Feuerwehrhaus

Die Vertreter der Kommune sowie Feuerwehr- und Bauleute beim Richtfest.Genau 319 Tage sind seit dem ersten Spatenstich am 06.12.2016 vergangen – am vergangenen Freitag schwebte schon der Richtkranz mit bunten Bändern im Wind. Zum Richtfest sprach Polier Heiko Knollmann von der Baufirma Emmeluth den  Richtspruch.

„Dem Bauherrn danken wir für sein Vertrauen, er kann auch künftig auf uns bauen.
Dem, der den Plan ersann und auch jedem Handwerksmann.
Dem, der mit Fleiß organisiert, damit die Baustelle floriert.
Dem, der die Statik aufstellt, damit am Ende nichts zusammenfällt.“

So reimte Heiko Knollmann und prostete Allen zu, die sich in der Halle zahlreich versammelten hatten. Nach einem kräftigen Schluck warf er sein Trinkgefäß zu Boden „Mit Euch, Ihr Gäste, Baukollegen, bitte ich jetzt um Gottes Segen, vor Notzeit, Feuer und Gefahr, er dieses Haus nun stets bewahr. Nun Glas, zerschmett´re hier im Grunde, geweiht sei dieses Haus zur Stunde.“

Neben zahlreichen Vertretern aus Kommunalpolitik, Feuerwehr und Stadtverwaltung, Baufirma und Planern kamen auch viele interessierte Bürger zur Baustelle an der Metzer Straße, um die Gelegenheit zu einer ersten Besichtigung des Gebäudes zu nutzen. Informationen hierzu gab es von Feuerwehrleuten, die die interessierten Bürger durch das Bauwerk führten. Die Gäste erfuhren, dass die Fläche im Erdgeschoss mit sechs Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, einer Waschhalle, einer Lagerhalle, Atemschutzwerkstatt, Schlauchpflege, Einsatzzentrale und Umkleideräume immerhin 1.360 m² beträgt. Im Obergeschoss werden auf ca. 600 m² Büros und Unterrichtsräume entstehen.

Schon jetzt lässt sich die Dimension des Baus erkennen.Bürgermeister Frank Börner erläuterte in seiner Rede die Gründe für die Notwendigkeit eines Neubaus. Neben den Beanstandungen durch den Prüfdienst des Landes Hessen und der Unfallkasse führte er an, dass die Feuerwehr in den letzten Jahren personell und materiell gewachsen sei, das jetzige Feuerwehrhaus jedoch nicht. Er betonte auch, dass das Feuerwehrhaus ein Zentrum für alle Feuerwehren der Stadt Gudensberg sein solle und nicht nur für den aktuellen Bedarf, sondern auch für evtl. künftige Erweiterungen ausgelegt sei.

„Einer, der von den ersten Planungen bis jetzt immer dabei war und ist“ ist Verdy Ryffel. Es vergehe kaum ein Tag, an dem er nicht an der Baustelle schaut, ob alles richtig läuft. Dank seiner beruflichen Erfahrung habe er bei diesem Objekt der Stadt schon erhebliche Geldmittel erspart, lobte Börner den ehemaligen Stadtbrandinspektor. Im Anschluss an den offiziellen Teil fand noch ein gemütliches Zusammensein statt.

Das neue Gudensberger Feuerwehrhaus im Modell.Wie das Feuerwehrhaus einmal fertig aussehen wird, konnten die Besucher bereits im Modell anschauen. Jörn Althans hatte ein maßstabsgetreues Modell (1:160) des zukünftigen Feuerwehrhauses angefertigt. Die eingebauten Leuchtdioden blinkten im Innern und beleuchteten das Modell im trendigen Blau.