Stürmisch war´s und schön – Obernburgfest 2017

Gute Stimmung bei den Gästen. Foto: Rainer Sander

Die Stadt Gudensberg und die Obernburgfreunde hatten im Juni  zum zweiten Mal zum „Tag der Burgen und Schlösser“ auf den Schlossberg eingeladen. Dieser Tag wurde in ganz Nordhessen auf Initiative der GrimmHeimat Nordhessen gefeiert. Die Besucher erlebten ein buntes Fest.

Trotz sehr unbeständiger Witterungsverhältnisse und starker Windböen strömten viele Besucher von morgens bis abends auf den Berg. Es gab verschiedene Möglichkeiten zur Obernburgruine zu gelangen: Zwei Wege führten gemächlich zum Berg hinauf, für die ganz Sportlichen gab es den steilen Aufstieg und als Highlight für alle, die den Weg zu Fuß nicht mehr schaffen können, wurde ein Fahrdienst eingerichtet. Wolfgang Döring und Kurt Sprenger von den Obernburgfreunden waren den ganzen Tag über mit dem Transfer beschäftigt. Unterstützt wurden die beiden von ihren Ehefrauen, die die Koordination vor Ort an der „Haltestelle“ übernahmen. So mancher Gast war überglücklich, auf diesem Wege – vielleicht nach vielen Jahren – einmal wieder auf die Burgruine zu gelangen.

Rüdiger Brinkmann bei einem spontanen Duett mit Karin George. Foto: Rainer SanderEs gab aber noch weitere Möglichkeiten gemeinsam den Berg zu erklimmen: Die Chorgemeinschaft hatte zu einem musikalischen Aufstieg eingeladen, Gretel Flemming führte die Gäste mit „Geschichten und Geschichterchen“ zum Berg und Simone Schmidt brachte die Gäste per Eseltrekking mit. Wer wollte, konnte auf der Wenigenburg eine Verschnaufpause einlegen und es sich dank der Wenigenburg-Bewohner bei einem erfrischenden regionalen Apfelsaft, einem köstlichen Apfelschaumwein oder bei frisch geräucherter Forelle gut gehen lassen. Oben auf dem Berg angekommen, wurden die Gäste vielseitig belohnt. Zunächst war es der fantastische Ausblick, der die Besucher begeisterte. „Ist das schön hier“ und „Was für eine Aussicht“ äußerte so mancher Gast. Auch ein vielseitiges kulturelles Angebot, erfrischende Getränke und leckere Speisen erwartete die Besucher.

Archäologe Dr. Eberhardt Kettlitz (untere Reihe links) bot Führungen an. Hier informiert er Bürgermeister Frank Börner (obere Reihe links) und die Gäste aus der ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez.Den ganzen Tag über war ein munteres Treiben auf der Burgruine. Die Kinder kletterten, konnten sich im Bogenschießen erproben, sich schminken lassen oder filzen. Wer wollte, konnte sich in die Geheimnisse des Geocachings von Schülern der GAZ einweihen lassen oder eine interessante Führung mit Archäologe Dr. Eberhard Kettlitz wahrnehmen. Bei der Erlebnis-Falknerei von Michael Schanze konnte man Falken und Eulen ganz aus der Nähe betrachten und Interessantes über die Tiere erfahren.

Jörg Dreismann erzählte als Mönch Gorgo so manch abenteuerliche Geschichte. Die musikalische Umrahmung von Hans Möbus, der Gruppe „Cello gesucht“, den Original Chattengauern, der Chorgemeinschaft Gudensberg, der Folkloregruppe Homin aus der ukrainischen Partnerstadt Schtschyrez und Rüdiger Brinkmann war abwechslungsreich und rundete den Tag auf der Obernburg ab. Es war eine spürbar gute, entspannte und fast familiäre Stimmung oben auf dem Berg. Hier fühlten sich auch die von weiter weg angereisten Gäste wohl.

Bogenschießen: Mit gutem Auge und ruhiger Hand ins Ziel treffen. Foto: Rainer Sander

Die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund, die mit der nicht einfachen Logistik auf der Burg beschäftigt waren, freuen sich auf das nächste Fest auf der Obernburg in 2018. Vorher gibt es aber mit dem Filmabend der Obernburgfreunde am Samstag, 5. August, 20.30 Uhr eine weitere Attraktion auf der Burgruine. Ein Dankeschön geht an das Autohaus Toyota für das Fahrzeug, das für den Shuttleservice zur Verfügung stand. Falls sie beim Fest von dem „Fernsichtvirus“ infiziert wurden, besuchen Sie doch einfach einmal zwischendurch die Burgruine. Vielleicht mit einem kleinen Picknick? Oben angekommen, werden Sie von der Natur reichlich belohnt!