Dorftag in Obervorschütz und Schmeckefuchs „mit besonderem Touch“

Eröffnung des Schmeckefuchs auf der Märchenbühne mit Jelcz-Laskowices Bürgermeister Bogdan Szczęśniak (mit Mikrofon), Bürgermeister Frank Börner (rechts daneben) und Staatssekretär Marc Weinmeister (5.v.r.)

Als regionales Gourmetfestival mit dem besonderen Touch Kultur erfreut sich der Gudensberger Schmeckefuchs wachsender Beliebtheit. Aber auch als ein Ort deutsch-polnischer Begegnungen hat sich der Chattengau-Markt am Muttertag entwickelt und ist fester Bestandteil der Europawoche des Landes Hessen. Bereits zum fünften Mal war eine Gruppe aus Biskupice Olawskie, einem zur niederschlesischen Partnerstadt gehörenden Dorf, dabei. Beim Schmeckefuchs und am Tag zuvor beim Dorffest in Obervorschütz boten die Polen erneut hausgemachte Spezialitäten an. Mit dem volkstümlichen Duo „Apropos“ sorgten sie auch für musikalische Unterhaltung.

Das Festgelände im Gudensberger Stadtpark war bereits gut gefüllt, als Bürgermeister Frank Börner gemeinsam mit Europa-Staatssekretär Marc Weinmeister und Jelcz-Laskowices Bürgermeister Bogdan Szczęśniak den Schmeckefuchs eröffnete. Vielleicht veranlasste die für den Muttertag doch nicht durchgängig positive Wetterprognose bereits am Vormittag viele Gäste zum Besuch des Gourmetfestivals. Und wer blieb – oder noch kam – wurde wieder einmal belohnt – nicht nur mit konstant freundlicher Witterung, auch mit vielen interessanten Ständen und einem interessanten Bühnenprogramm, welches für alle Besucher etwas bereithielt.

Vor dem Start: Die Dorfgruppe aus Biskupice am Stand. Ein dickes Lob erhielten die stabilen und vielfältigen Partnerschaftsbeziehungen Gudensbergs von Staatssekretär Weinmeister: Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert und Bürgermeister Frank Börner setzten sich persönlich sehr engagiert für die Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Partnerkommunen ein. Börner wies darauf hin, dass sich die Basis der Partnerschaft immer mehr verbreitere und inzwischen auch ein Partnerschaftsverein mit Dieter Buchholz an der Spitze aktiv sei.

Auch in Obervorschütz wurde der Dorftag am Samstag unter europäischem Vorzeichen begangen. Polnische Kostproben gab es für den Sonntag, der „Bigos“, die polnische Variante eines Eintopfgerichtes mit Weisskraut und gewürfeltem Fleisch, war für diesen Tag schnell vergriffen. Im Mittelpunkt standen die Eröffnung des nun mit zahlreichen Holzskulpturen bestückten Emsparkes sowie die Freigabe für den neuen Verlauf des Radweges R12. Eine Gelegenheit, die Bürgermeister Frank Börner für eine kleine Radtour mit seinen polnischen Gästen nutzte.

Beim Dorftag in Obervorschütz wurde ein neuer Abschnitt des Radweges R12 eingeweiht. Mit dabei (v.l.): Detlef Stender, Bürgermeister Ingersleben, Bratwurstkönig Gerhard Herbst, Bogdan Szczesniak, Bürgermeister Jelcz-Laskowice, Bürgermeister Frank Börner, Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert und Ortsvorsteher Klaus-Dieter Otto. Foto: Christl Eberlein Dabei steuerte er den historischen jüdischen Friedhof in Obervorschütz an und erläuterte Bürgermeister Bogdan Szczęśniak, Stadtratspräsidentin Beata Bejda und den anderen Mitgliedern der Delegation die Bedeutung des Friedhofes, der heute als Kulturdenkmal gepflegt wird. Auch am Sonntag waren die Gäste zwischendurch in der Natur unterwegs: Nach einem Spaziergang auf den Odenberg genossen sie auf dem Turm ein herrliches Chattengau-Panorama.